Kundgebung vor dem Schweriner Schloss zur Schließung des Flüchtlingslagers Jürgenstorf
Wir rufen dazu auf, am Donnerstag, den 2. Februar zahlreich an den Protesten gegen die menschenunwürdige Lagerpraxis im Umgang mit Flüchtlingen in MV teilzunehmen.
Bereits im September letzten Jahres wandten sich die Bewohner_innen der Gemeinschaftsunterkunft Jürgenstorf bei Stavenhagen an die Öffentlichkeit und machten in einem offenen Brief eindringlich auf ihre teils unwürdigen Lebensbedingungen aufmerksam.
Die etwa 200 Flüchtlinge leben dort in einer unsanierten Lagerunterkunft auf einem kleinen Dorf und isoliert von der Gesellschaft. Ärztliche Versorgung, Lebensmittel und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe finden sie nur im 5 km entfernten Stavenhagen. Weiterhin verfügen die Menschen dort nur sehr eingeschränkt über Kommunikationsmöglichkeiten. So haben sie keinen Zugang zum Internet, einem Faxgerät oder einen Kopierer vor Ort, um dringende Dokumente zu ihrem Asylantrag zu erbringen. Neben fehlenden Möglichkeiten zur Bildung und Freizeitgestaltung, sind ebenso rassistische Anfeindungen und auch Übergriffe Teil ihres Alltags.
Entsprechend fordern wir eine Abschaffung des menschenunwürdigen und abschreckenden Lagers Jürgenstorf und eine dezentrale Unterbringung aller Flüchtlinge.
Wir unterstützen deshalb am 2. Februar in Schwerin auch den Antrag auf Schließung des Lagers Jürgenstorf durch den migrationspolitischen Sprecher der Linken, Dr. Hikmat Al Sabty.
Kommt also mit uns nach Schwerin! Treffpunkt 12.30 Uhr Rostock Hbf/Südseite.
Refugees welcome!

